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Paper

 Folgende Fragestellungen sind typisch für die diskutierten Systemsimulationen
 

    1. Stören gegebene oder neue Gebäude/Objekte das gegebene System ?
    2. Läßt sich ein System an einem gegebenen Standort mit welchen Eigenschaften aufbauen ?
    3. Läßt sich ein Objekt/Gebäude oder in bestimmtem Rahmen der Erdboden so anpassen und modifizieren, daß das aufzubauende oder existierende System spezifikationsgemäß arbeitet ?
Die zuverlässige Beantwortung derartiger Fragestellungen ist von erheblicher technischer und wirtschaftlicher Bedeutung.
 

2. Theoretische Grundlagen und numerische Berechnungsverfahren

 Für systematische, routinemäßige numerische Berechnungen sind folgende Anforderungen an eine Modellierung Voraussetzung

  • einheitliche Theorie für die Erdboden- und Gebäudemodellierung und Einbindung in den Rahmen eines gesamten Programmsystems
  • vertretbarer Aufwand und systematisierte Vorgehensweise bei der Modellierung
  • hinreichend genaue Erfassung der dominanten Effekte (Reflexion, Beugung)
  • vertretbare Rechenzeiten auf allgemein verfügbaren Rechnern (z.B. moderne Workstation)
  • ggf. stufenweises Vorgehen durch Annäherungen und worst-case-Betrachtungen .
Gebäude sind insgesamt bei den betrachteten Frequenzen (z.B. etwa 100MHz bis ca. 5GHz) elektrisch sehr groß, so daß sich asymptotische Theorien (z.B. GO, GTD, UTD) zur numerischen Behandlung empfehlen. Andererseits ist ein Gebäude, von Ausnahmen abgesehen, ein elektromagnetisch sehr komplex wirkendes Objekt, so daß eigentlich strenge Lösungsansätze (z.B. Momentenmethode, Finite Differenzen/Integrations-Verfahren, Methode der Geraden) angewendet werden müßten. Insbesondere die finiten Verfahren (z.B. das Programm MAFIA) sind dazu prinzipiell in der Lage, in der Praxis jedoch wegen der elektrisch sehr großen Geometrien in der Regel nicht. Bekannte Integrationsverfahren (z.B. PO) sind ebenfalls bei realen Problemen viel zu aufwendig und beinhalten zu viele Näherungen. Der Aufwand bei allen strengen Verfahren steigt grundsätzlich immer mit der geometrischen Größe des Gebäudes und der Frequenz sehr stark an, so daß sich bisher strenge Verfahren allenfalls zur Detailanalyse oder im Rahmen von Hybridverfahren eignen. Die dreidimensionale UTD-Methode hat sich bislang noch als die einzig anwendbare Methode /1-5/ für die diskutierten Systemanwendungen erwiesen.

Bestimmte Objekte wie z.B. Baukräne lassen sich mit der strahlenoptischen GTD/UTD wegen der kleinen Abmessungen in einer Dimension und wegen der filigranen Struktur (Bild 6) nicht behandeln. Hybridverfahren wie die Kombination von UTD und MoM sind hier zu kombinieren.
 


© NAVCOM Consult Mon Jul 13 01:43:18 CEST 2026