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 3. Die numerische Modellierung von Gebäuden bei Systemsimulationen

 Die Reduzierung eines realen Gebäudes in eine für die numerische Behandlung handhabbare Form, die gleichwohl elektrisch möglichst äquivalent ist und zumindest die dominanten Effekte erfaßt, ist eine sehr schwierige ingenieursmäßige Aufgabenstellung, die sehr viel Erfahrung verlangt und grundsätzlich Näherungscharakter hat. Entsprechend den Prinzipien der GTD/UTD werden die Objekte aus den geometrischen Komponenten aufgebaut, für die es die klassischen kanonischen, sowie die erweiterten Beugungsterme an Keilen und Spitzen gibt. Die Gebäude werden durch repräsentative konvexe, lokal ebene Flächen nachgebildet, die durch die Geometrie und Materialeigenschaften gekennzeichnet sind, woraus sich konvex polygonale Körper, z.B. Quader, Vielflache ergeben. Details der Objekte, die noch im Bereich der Wellenlänge oder darunter liegen, werden a priori in der Regel vernachlässigt. Oftmals kann man das Gebäude nur durch einen geometrisch repräsentativen Quader annähern (Bilder 2,4), dem parametrisch verschiedene geschätzte Materialeigenschaften zugeordnet werden.

Je nach Form des Gebäudes kam man physikalisch häufig berechtigt annehmen, daß bei unendlicher Leitfähigkeit "worst-case" Störeigenschaften vorherrschen. Ist dieser synthetische Fall für das betrachtete System akzeptabel, so wird das tatsächliche Gebäude als ebenfalls akzeptabel betrachtet.
 

4. Die numerische Modellierung des dreidimensionalen Erdbodens

Der dreidimensionale Erdboden wird analog den beschriebenen Grundsätzen für Gebäude modelliert. Lokal ebene, konvexe Teilflächen, denen die bekannten oder geschätzten Materialparameter zugeordnet werden, beschreiben den Erdboden. Die Zahl der Teilflächen wird durch die

Größe des Bodenbereichs und durch die geometrische Oberflächenform bestimmt. Bereiche nahe der Antenne oder solche, die aus anderen physikalischen Gründen wichtig sind, werden genauer modelliert (z.B. im Bereich von Monitorantennen). Oberflächendetails, die klein gegen die oder im Bereich der Wellenlänge sind, werden aber im allgemeinen vernachlässigt. Diese können auch prinzipiell nicht mit der GTD/UTD behandelt werden. Große strukturierte Erdbodenbereiche (Bild 5, Meer und Berglandschft für den neuen Flughafen Chek Lap Kok mit dem Landekurssystem des Instrumenten-Landesystems ILS) führen deshalb zu einer großen Anzahl von Teilflächen, die auch nur noch sehr schwer mit der GTD/UTD behandelt werden können (z.B. >200). Sind die Oberflächenstrukturen jedoch begrenzt (Bilder 7 für die Gleitwege des ILS), gelingt eine elektrisch sehr genaue numerische Modellierung, die eine genaue Analyse und Optimierung des Systems zulassen.
 


© NAVCOM Consult Mon Jul 13 01:43:28 CEST 2026